Dienstag, 9. Juni 2015

AuPair oder doch eher Backpacking -die kritischen Fakten

..diese Frage stellen sich sehr viele junge Leute und sie sollte auf jeden Fall gut vorher durchdacht werden. Aus finanzieller Sicht und vor allem auch aus zeitlichen Gründen.
Ihr möchtet euer Visum sicherlich nicht verschwenden, indem ihr monatelang unglücklich vor euch hinlebt. Also macht euch rechtzeitig Gedanken darüber, was ihr für ein Typ Mensch seid, was zu euch passt und was ihr für, unter Umständen, eine längere Zeit machen könntet.

Bei Aupair ist es wichtig zu wissen ihr werdet damit definitiv nicht reich und selbst wenn ihr zu den "Vielverdienern" bei 300$ die Woche gehört, müsst ihr mit Arbeitsstunden von 10Std am Tag rechnen. Es ist, um es kritisch auszudrücken, kein Job, mit dem ihr euch schön entspannte Reisemonate ersparen könnt. Und das Geld, was man wöchentlich bekommt braucht man meistens für seinen eigenen Lebensunterhalt. Sicherlich variiert das auch immer von Familie zu Familie, was an Lebenskosten von der Hostfamily schon übernommen wird/ was ihr selber bezahlen müsst. 
In der Regel verdient man zwischen 180 - 250$ in der Woche, wo ihr meistens für 3 Kinder sorgt und zwischen 25 - 45Stunden arbeitet. 
Falls ihr also geglaubt habt ihr erspart euch damit eure Reisemonate, fangt damit lieber schon vorher zu Hause an! Das Geld ist so schnell weg. Deshalb liegt der australische Mindeststundenlohn bei 17$.

Aupair sollte ein Job für diejenigen sein, die Arbeit mit Kindern wirklich lieben, die es genießen etwas mit Kids zu machen, mit frischen Ideen kommen, Feingefühl besitzen und sehr positiv gestimmt sind. Ein Honigkuchenpferd!
Kids reflektieren wie Spiegel, wenn ihr also selber grumpy und lustlos auftretet, müsst ihr euch nicht wundern wenn ihr das selbe bei den Kids erfahrt. Es ist also sehr wichtig jeden Tag neu zu beginnen. Was am Vortag nicht gut lief, wird abgehakt und man startet jeden Tag neu. -Den Rat würde ich auf jeden Fall an die frischen Aupairs weitergeben, weil der erste Monat meistens der schlimmste ist. Man kennt sich noch nicht, man weiß nicht, wie der andere tickt, was man sich erlauben darf, wie man mit den Kindern umgehen darf (Kulturunterschiede -vor allem in der Kindererziehung!).... 
Alles was zur schwierigen Anfangsphase gehört.. Hier werden die meisten Fehler gemacht und danach gehts erst richtig mit dem Aupair-Sein soll.

Und damit kommen wir auch schon zum Zeitraum. Wenn ihr mit Kindern arbeitet, dauert es eine ganze Weile, bis sie sich an euch gewöhnt haben, bis sie sich an euch anvertrauen, mit ihren Sorgen und Freuden und als Familienmitglied akzeptieren. Am Anfang kannst du wie ein neues Idol von ihnen verehrt werden, es kann aber auch genau andersrum laufen, dass sie sich erst mal bei Mutti noch anschmiegen und dich aus sicherer Entfernung beobachten. Jedes Kind ist unterschiedlich.
Allerdings ist der Regelwert -1 Monat- zur Eingewöhnung und zum Warmwerden. Jeder weitere Monat baut dann an eurer Beziehung auf, daher sind 3 Monate meistens das Minimum für einen Aupairjob. Dann ist die Beziehung meistens sehr gut ausgereift und man hängt richtig aneinander.
Für Familien ist es daher sehr schmerzhaft immer schon nach 3 Monaten ein neues Aupair einzustellen, weil die Kids sich jetzt so super mit dem Aupair verstehen und aufeinander abgestimmt sind. Daher wird häufig für eine 6 monatige Platzierung geworben. 
Sicherlich gibt es auch kurzzeitige Platzierungen, diese eignen sich dann sehr gut, wenn man beim Reisen Geld und einen Schlafplatz braucht und auf die Schnelle keinen anderen Job findet.
Aber für eine richtige Aupair Erfahrung finde ich 3-6 Monate realistisch. 3 Monate an sich, ist schon eine lange Zeit, aber für euch und die Kids braucht es wirklich oft so lange, bis ihr richtige "Buddies" geworden seid. 
Danach bleibt euch noch super viel Zeit, um das Land zu erkunden und vielleicht noch von der Restzeit und dem Restgeld einen kleinen Trip nach NZ oder Asien zu machen. 

Also es ist auf jeden Fall wichtig zu wissen:
- habe ich Spaß an der Arbeit mit Kindern? (jeden Tag aufs Neue die Verantwortung zu übernehmen und mit frischen Ideen die Kids zu beschäftigen)
&
-habe ich Geldreserven zu Hause für meine Reisemonate oder wie möchte ich mich privat versorgen?
(man kann auch noch einen Nebenjob erwerben, so regle ich meine Reisekasse)

[...] das wären die Anfangsfragen an euch.

Wenn es dann ans Kennenlernen geht.
Ihr habt die ersten Skypetermine mit euren potentiellen Hostfamilies, ihr wisst nicht was ihr fragen oder erzählen sollt.. 

GANZ WICHTIG
-Seid ihr selbst (spielt ihnen keine falsche Person vor, dadurch werden falsche Entscheidungen gefällt)
-Nennt eure Erwartungen: 
    -Familientyp: ja - nein
    -Offenheit für andere Erziehungsstile: Australier erziehen ihre Kinder sehr locker und 
     konzentrieren sich auf gute Taten ihrer Kinder, Negatives bleibt unkommentiert
    -Arbeitszeiten: genau wie möglich/ freie Zeit: Gäste mitbringen, Ausgangssperre, Urlaub
    -Bezahlung: Cash - Überweisung, fester Wochenlohn oder immer neu kalkulieren
    -Essen: limitiert -muss ich eigene Essenwünsche selber bezahlen?
-Lasst euch ebenfalls die Erwartungen der Gastfamilien geben (besser jetzt als Vorort -daran hängen Entscheidungen ab)
-und stellt bitte bitte bitte so viele Fragen wie möglich. Jede noch so selbstverständliche Frage, kann eure Entscheidung ins Wanken bringen.

Tipp: Bedenkt die Lebenskostenunterschiede! In Australien kostet alles deutlich mehr. Deshalb stellt euch auf sparsame Haushalte ein. Viele Australier, die ich getroffen habe sparen jeden Cent. Es wird wirklich sehr genau auf die Ausgaben geachtet, also geht besser davon aus, dass ihr euch einige Wünsche selber erfüllen müsst, das erspart sehr viel Stress. (Verweis aufs Aupair-Taschengeld: ..."was man wöchentlich bekommt braucht man meistens für seinen eigenen Lebensunterhalt")

Freitag, 30. Januar 2015

DIE PACKLISTE

sehr wichtig und nicht zu unterschätzen ist die Packliste. Allgemein rate ich jedem sich für Reisen und vor allem für Reisen in die "weite Ferne" genau zu überlegen was muss mit & was kann ich hier lassen. Es ist unglaublich hilfreich, alles schriftlich festzuhalten und beim Kofferpacken immer abzuhaken.
Es ist a.) ein tolles Gefühl einen Punkt abhaken zu können und
b.) man kann immer noch mal drüber lesen und gegebenenfalls Verbesserungen vornehmen. Ich habe beim Packen für Australien sehr früh mit einer Liste angefangen, die ich wiederum in Unterkategorien geteilt habe und somit einen super Überblick hatte. Und ich habe immer wieder Sachen gestrichen und andere ergänzt. Deswegen Leute -fangt früh mit Listen schreiben an!




 packt alles an Kosmetika in Miniaturform ein
(bei Rossmann oder Budni findet man alles mögliche und damit solltet ihr für das erste Wochenende vor Ort auskommen)
wichtig ist einfach nur über die Grenze zu kommen, alles weitere könnt ihr euch auch da noch kaufen, wenn es nicht wichtige Medikamente, besondere Cremes oder sonstiges sind, die man unmöglich zu Hause lassen soll. Ich möchte euch nur auf die 23kg Gewichtsgrenze gefasst machen, weil die es echt in sich hat, wenn man nicht genau abwägt was man einpacken muss und was nicht.
Tipp für die Mädels: Packt eine große Maxipackung Tampons ein! In Australien zahlt ihr umgerechnet knappe 5,-€ für eine Minipackung. Und Taschentücher! Braucht man zwischendurch immer wieder. Läuft mal was aus, gibt's mal wieder kein Toilettenpapier unterwegs usw. ..

▢ Makeup
ja, es ist tatsächlich alles sehr teuer hier in AU. Also packt euch vielleicht eine einfache Makeup Base und Mascara (+ Eyeliner) ein. Mehr braucht ihr aber auch nicht. Ihr wollt ja Reisen nicht Stunden im Bad verbringen!
Tipp: Der Laden "Priceline" ist eine kleiner Discounter, der alle bekannten Marken verkauft und immer wieder gute Prozente hat. Behaltet den Namen im Hinterkopf, falls ihr neues Shampoo, Nagelschere, Makeup etc. braucht!

▢ Sonnenmilch
gerne könnt ihr euch für die ersten Tage eine kleine Tube Sonnenmilch einpacken. Ich rate euch aber, lasst große Flaschen lieber zu Hause. Die australische Sonnenmilch hat eine andere Zusammensetzung, als unsere zu Hause und ist dadurch auf die Sonneneinstrahlung in Down Under viel besser angepasst worden.

Nagelset
packt euch auf jeden Fall ein Nagelset mit Pinzette, Nagelschere und Nagelpfeile ein! Eine Schere braucht ihr unterwegs andauernd und Pinzetten für kleinere Operationen sind auch nicht wegzudenken!

Ohropax
unerlässlich! Mehr brauche ich nicht sagen. (Stichwort: Schnarcher/ allg. Lärm)

 ein Handtuch reicht! 
Es gibt sicherlich Leute unter euch, die gerne ein Handtuch für den Körper und eins für den Kopf tragen. -nein, bitte nicht! Sie nehmen einfach viel zu viel Platz weg und sind zum Teil auch nicht sehr leicht, also packt nur eins und vielleicht noch einen Waschlappen ein, wo ihr eure Zahnputzsachen usw. im Hostel mitnehmt und nicht eure riesige Reisekosmetiktasche mit euch schleppen müsst. Tipp: Es gibt diese sogenannten "Microfiber Towels", die das fünffache ihres Eigengewichts an Wasser aufgehenden können und in kürzester Zeit wieder trocknen und sehr leicht zu transportieren sind. Es ist nicht die günstigste Alternative, aber auf jeden Fall ein Gedanken wert.

nicht zu viele Bikinis
auch wenn sich in Australien (oder andere Strandregionen) der Hauptlebenspunkt an den Küsten befindet, solltet ihr es nicht mit eurer Badeauswahl übertreiben. Gerade in Australien trocknet alles in wenigen Minuten, also reichen auch 2 Bikinis. Falls ihr doch einen mehr benötigt, habt ihr einen Grund mehr Shoppen zu gehen. Und das ist in AU einfach ein Traum!

warme Sachen
packt auch etwas für die kalten Nächte ein. Man sollte auch im australischen Sommer (Winter in DE) die frischen Winde am Abend nicht unterschätzen. Gerade, wenn man an der Küste lebt, wird's wirklich kalt am Abend.
Beispiel: Wollsocken (Gerade auch bei dem langen Flug sehr angenehm und wärmend), Fleecejacke (platzsparend, leicht, trocknet schnell, kann nicht zerknüllen, wärmend und ganz wichtig: kuschelig)

eine leichte Regenjacke (ohne Futter -dazu lässt sich die Fleecejacke gut kombinieren)
ich habe eine von North Face mitgenommen, die mir an einigen Tagen die Nässe vom Leib gehalten hat und sich schnell wieder verstauen ließ. Gerade in der Regenzeit und an der Ostküste kaum wegzudenken. (ich war die meiste Zeit in WA -also Dauersonnenschein)

einfache Klamotten einpacken (keine ausgefallenen Kleider)
es ist sehr gut möglich, dass ihr einige Sachen bei der Heimreise zurücklassen müsst und gerade beim Shoppen in AU gibt es unglaublich viele schöne Dinge und bei den Souvenirs werdet ihr sicherlich auch nicht sparen. Deshalb rate ich: Packt lieber ein paar Tops ein, die schon etwas älter sind oder nicht so teuer waren, dass ihr es bereut sie mitgenommen zu haben, weil ihr sie dann doch zurücklassen müsst (Stichwort: Gewichtsgrenze) oder sie euch beim Waschen zerstört. Und denkt daran, dass es hier sehr heiß ist, also packt luftigere Klamotten ein. Weniger hautenge Tanktops, in denen eure Haut kaum atmen kann.Ich habe schlauerweise zu viele schöne Sachen eingepackt und bin dadurch etwas eingeschränkt was meine Einkäufe angeht.

▢ Outfits 
sicherlich werdet ihr auch mal ausgehen und braucht mal ein ausgefalleneres Outfit, aber auf Reisen gilt einfach "keep simple". Das heißt eure Outfits werden hauptsächlich aus: Top & Shorts bestehen. Das ists. Mehr braucht ihr nicht, mehr wollt ihr nicht. In den ersten Tagen wollt ihr euch vielleicht noch schick anziehen, aber im Laufe der Zeit, gerade wenn ihr in der Hitze Arbeiten müsst und nichts weiter am Tag unternehmt, solltet ihr euch die schönen Klamotten sparen. Sie werden eh nur dreckig, gehen an einigen Stellen vielleicht auch kaputt und sind zum Arbeiten einfach nicht zu gebrauchen. (im Minirock aufm Feld arbeiten ist einfach Quatsch).
Lange Hosen habe ich bisher nur Abends, wenn's kalt war getragen. Bei um die 30-40°C (australischer Sommer) seid ihr froh so wenig, wie möglich zu tragen. Stückzahl: 2 maximal 3. Sie sind einfach zu schwer und ihr tragt sie eh nur wenn's kalt wird und sonst empfehle ich auch Leggins einzupacken. Wärmen ebenfalls gut, sind sehr bequem und wieder mal leicht & platzsparend.
Tipp: Packt mehr Unterwäsche als Klamotten ein. T-Shirts kann man mehrfach anziehen, Unterhöschen bitte nicht!

Schuhe
für einige Menschen das wichtigste Kleidungsstück für mich ein "Nutzgegenstand". Wie schon oben bei den Outfits erwähnt, kann man etwas Schönes, für besondere Anlässe einpacken, wie zB ein Paar Ballerinas , aber wenn ihr viel unterwegs seid, dann braucht ihr einfach Qualität anstatt Quantität. Ich habe zwei Paare Nike Roshe Run eingepackt, weil sie super leicht sind, gut abdämpfen und ganz nett anzusehen sind. Außerdem rate ich euch zu Flip Flops! Die sind ein Muss in AU! Man trägt sie eigentlich jeden Tag, wenn's nicht gerade Winter ist. Sie sind bequem, leicht, geben euren Füßen genug Luft und sie können auch mal nass oder dreckig werden (wenn ihr nicht wieder zu ausgefalleneren Produkten greift)!!!

Adapter besorgen
einige denken dran, einige vielleicht nicht. Deshalb noch mal hier: Packt euch eure nötigen Adapter ein. Vielleicht reist ihr nach Australien noch mal durch Asien oder sonst wo, da ihr gerade in der Ecke seid. Also besorgt euch die Adapter, die ihr braucht und packt am besten noch gleich ne Steckdosenleiste ein, wo ihr mehrere Gerät gleichzeitig laden könnt!!

Powerbank 
nicht für jeden etwas, aber für mich ein Muss! Man hat nicht überall die Möglichkeit seine Gerätschaften aufzuladen und gerade bei dem 24Std Flug nutzt man doch sein Entertainment-Programm voll aus. Ich habe eine mit einer Kapazität von 14 000 mAh und kann damit mein Handy über 3x aufladen. Zudem habe ich auch zwei Ausgänge an der Powerbank, womit ich auch noch weitere Gerät parallel laden kann.

Kopfhörer 
seis nur zum Musikhören, Filme gucken oder Skypen zwischendurch. Man nutzt sie unterwegs ständig -also nicht vergessen!!

 Kalender 
ich bin der Typ Mensch, der alles gerne ordentlich und sortiert hat. Deshalb habe ich immer mein Filofax bei mir, aber für die etwas lockeren unter euch, empfehle ich trotzdem, gerade wenn ihr eure Reisen planen müsst, nehmt euch einen Kalender und was zu Schreiben mit! Ich finde die Kästchenkalender am besten, da kann man immer schön reinschreiben und sieht den Monatsverlauf am besten. Aber jedem das Seine!

Rucksack 
in jedem Fall einen Rucksack einpacken, den ihr für Ausflüge oder euer Handgepäck nutzen könnt. Und bitte nicht allein aufs Aussehen achten! Es geht wieder um viel Staufläche und Comfort! -nicht wegzudenken!

▢ Thermosflasche 
könnt ihr euch auch vor Ort kaufen, ist aber auch schon auf'm Weg sehr praktisch!

australisches Bankkonto anlegen
besorgt euch auf jeden Fall eine australische Kreditkarte, womit ihr dann kostenlos Geld ziehen könnt und eure Online-Geschäfte easy abwickeln könnt. Ich habe eine Master DebitCard von der NAB, die eigentlich keine Kreditkarte ist, aber wie eine genutzt werden kann. Zudem habe ich eine einfache debitcard und bin sehr zufrieden! Die Filialen sind so gut wie an jeder Ecke und man zahlt keine Kontoführungsgebühren. Zudem können eure Arbeitgeber in AU euch euren Lohn damit kostenlos überweisen.